Das TheraFair-Siegel
Fairness sichtbar machen. Orientierung schaffen.
Das Siegel kennzeichnet Stellen, die mindestens 8 von 12 berufsspezifischen Fairness-Kriterien erfüllen – von bezahlter Vor- und Nachbereitung bis zur transparenten Gehaltsspanne.
- Kriterien je Berufsgruppe
- Erfüllte Kriterien in jeder Anzeige
- In der Jobsuche filterbar
So funktioniert das Siegel
Klare Kriterien statt Bauchgefühl – für Bewerber:innen und Arbeitgeber.
1. Kriterien aus dem Berufsalltag
Für jede Berufsgruppe gibt es 12 eigene Kriterien – abgeleitet aus den typischen Belastungen im Praxisalltag.
2. Mindestens 8 von 12 erfüllt
Arbeitgeber wählen in ihrer Stellenanzeige die Kriterien aus, die sie erfüllen. Ab 8 Kriterien kann das Siegel aktiviert werden.
3. Sichtbar und filterbar
Das Siegel erscheint an der Anzeige – mit allen erfüllten Kriterien. Bewerber:innen filtern gezielt nach Stellen mit Siegel.
Alle Siegel-Kriterien im Überblick
12 Kriterien je Berufsgruppe – abgestimmt auf die Arbeitsrealität im jeweiligen Beruf.
Enge Terminpläne, körperliche Dauerbelastung und wirtschaftlicher Druck führen im Alltag häufig zu Überlastung und Qualitätskonflikten. Berufspolitisch wirken seit Jahren stagnierende Vergütung, Fachkräftemangel und unzureichende Arbeitszeitmodelle belastend auf den Beruf.
Für das Siegel müssen mindestens 8 von 12 Kriterien erfüllt sein.
Taktung mit verbindlichen Pufferzeiten
Zentraler Hebel gegen körperliche Überlastung
Obergrenze an täglichen Therapieterminen
Wichtigste Maßnahme zur Prävention von Verschleiß
Bezahlte Vor- und Nachbereitung
Verhindert systematische unbezahlte Mehrarbeit
Ergonomischer Arbeitsplatz und entlastende Hilfsmittel
Schützt langfristig die körperliche Gesundheit
Mitgestaltung der Taktung, Pausen und Blockplanung
Erhöht Autonomie und reduziert Stress
Transparente Gehaltsspanne
Schafft Vergleichbarkeit und realistische Erwartungen
Zuschläge für bestehende Qualifikationen
Honorieren fachliche Kompetenz ohne Verkaufsdruck
Bezahlte Teamsitzungen innerhalb der Arbeitszeit
Sichert Teamarbeit ohne Zusatzbelastung
Strukturierte Einarbeitung mit festem Ansprechpartner
Senkt Überforderung in der Startphase
Flexible Arbeitszeitmodelle
Fördern Vereinbarkeit und Berufsverbleib
Zuschläge für Hausbesuche
Gleichen zusätzliche körperliche Belastung aus
Fortbildungsbudget inkl. Freistellung
Ermöglicht planbare und nachhaltige Weiterentwicklung
Der Berufsalltag ist häufig von hoher Fallzahl, komplexen Patientensituationen und fehlenden zeitlichen Ressourcen für qualitativ saubere Therapie geprägt. Auf berufspolitischer Ebene erschweren niedrige Vergütungssätze, uneinheitliche Rahmenbedingungen und geringe Sichtbarkeit die nachhaltige Entwicklung des Berufs.
Für das Siegel müssen mindestens 8 von 12 Kriterien erfüllt sein.
Taktung mit verbindlichen Pufferzeiten
Größter Hebel gegen Zeitdruck und Qualitätsverlust
Obergrenze an täglichen Therapieterminen
Zentrale Maßnahme zur Prävention chronischer Überlastung
Bezahlte Materialvorbereitung mit fest definierten Zeitfenstern
Einer der größten unbezahlten Arbeitsanteile im Berufsalltag
Bezahlte Dokumentationszeit
Macht fachliche Kernarbeit sichtbar und korrekt vergütet
Bezahlte indirekte Arbeitszeit (Eltern-, Angehörigen- und Netzwerkarbeit)
Bildet regelmäßig anfallende, sonst unsichtbare Arbeit ab
Klare Aufgabenabgrenzung
Schützt vor schleichender Rollenüberlastung
Transparente Gehaltsspanne
Grundlage für Fairness und realistische Erwartungen
Strukturierte Einarbeitung
Reduziert Überforderung und Frühfluktuation
Bezahlte Teamsitzungen innerhalb der Arbeitszeit
Ermöglicht fachlichen Austausch ohne zusätzliche Belastung
Feste schriftlich festgelegte Vertretungsregeln
Entlasten bei Ausfällen und verhindern informelle Mehrarbeit
Fortbildungsbudget inkl. Freistellung
Wichtig für Entwicklung, nachrangig gegenüber Alltagsentlastung
Mobilitätsunterstützung bei Hausbesuchen
Relevant, jedoch nicht für jede Stelle zentral
Hoher Zeitdruck, enge Taktungen und unbezahlte Vor- und Nachbereitung prägen den Arbeitsalltag trotz hoher fachlicher Anforderungen. Berufspolitisch bestehen seit Jahren strukturelle Unterfinanzierung, geringe Planbarkeit und ein Missverhältnis zwischen Verantwortung und Vergütung.
Für das Siegel müssen mindestens 8 von 12 Kriterien erfüllt sein.
Bezahlte Vor- und Nachbereitung
Bildet die reale therapeutische Arbeitszeit ab, die sonst häufig unbezahlt bleibt
Taktung mit verbindlichen Pufferzeiten
Schützt therapeutische Qualität, Stimme und Konzentration
Obergrenze an täglichen Therapieterminen
Verhindert chronische Überlastung und Burnout
Bezahlte indirekte Arbeitszeit (Rücksprachen, Telefonate)
Macht unsichtbare, aber notwendige Facharbeit sichtbar
Verbindliche Regelung zu Ausfall- und Leerzeiten
Verhindert Einkommensverluste und unbezahlte Leerlaufzeiten bei Terminabsagen
Transparente Gehaltsspanne
Schafft Fairness und Vergleichbarkeit
Strukturierte Einarbeitung mit festem Ansprechpartner
Reduziert Überforderung und Frühfluktuation
Feste schriftlich festgelegte Vertretungsregeln
Entlastet bei Krankheit und Urlaub und verhindert informelle Mehrarbeit
Fortbildungsbudget inkl. Freistellung
Ermöglicht planbare und nachhaltige fachliche Weiterentwicklung
Fest terminierter fachlicher Austausch
Sichert Qualität und verhindert fachliche Isolation
Klare Aufgabenabgrenzung
Schützt vor schleichender Rollenüberlastung
Zuschläge für Hausbesuche
Kompensieren zusätzlichen Zeit- und Organisationsaufwand
Aktuelle Stellen mit Siegel
Arbeitgeber, die ihre Bedingungen offenlegen.
Für Bewerber:innen
- Faire Arbeitsbedingungen auf einen Blick erkennen
- In jeder Anzeige sehen, welche Kriterien erfüllt sind
- Stellen gezielt filtern und besser vergleichen
Für Arbeitgeber
- Faire Bedingungen sichtbar machen und sich abheben
- Gefunden werden, wenn Bewerber:innen nach Siegel filtern
- Ohne Aufpreis in allen Plänen – auch im kostenlosen Starter
Nicht Perfektion – sondern Haltung
Das Siegel würdigt die Bereitschaft, Arbeitsbedingungen offen darzustellen und Verantwortung für faire Rahmenbedingungen zu übernehmen. Die Vergabe stellt keine Gesamtbewertung eines Arbeitgebers und keine Empfehlung einzelner Stellenangebote dar.
Häufige Fragen zum Siegel
Das TheraFair-Siegel kennzeichnet Stellenanzeigen, deren Arbeitgeber mindestens 8 von 12 berufsspezifischen Fairness-Kriterien erfüllen – z. B. bezahlte Vor- und Nachbereitung, verbindliche Pufferzeiten oder eine transparente Gehaltsspanne. Es ist ein Transparenz- und Orientierungsmerkmal für Bewerber:innen.
Arbeitgeber wählen beim Erstellen oder Bearbeiten einer Stellenanzeige die Kriterien aus, die sie erfüllen. Sind mindestens 8 von 12 Kriterien ausgewählt, kann das Siegel für die Anzeige aktiviert werden. Das Siegel basiert auf Selbstauskünften der Arbeitgeber und ist keine Zertifizierung.
Die Arbeitsrealität unterscheidet sich je nach Beruf deutlich. Deshalb gibt es für Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie jeweils eigene Kriterien, die die typischen Belastungen des Berufsalltags abbilden.
In jeder Stellenanzeige mit Siegel siehst du die Kriterien, die der Arbeitgeber erfüllt. In der Jobsuche kannst du gezielt nach Stellen mit Siegel filtern.
Nichts zusätzlich. Das Siegel ist in allen Plänen außer dem Praktikum-Plan enthalten – auch im kostenlosen Starter-Plan für die erste Anzeige.
Ja. Sie können die Siegel-Kriterien jederzeit beim Bearbeiten Ihrer Stellenanzeige auswählen und das Siegel aktivieren.
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Für eine faire Arbeitskultur
Das TheraFair-Siegel steht für einen Arbeitsmarkt, in dem Fairness sichtbar wird und Transparenz zur Selbstverständlichkeit gehört.
Rechtlicher Hinweis
Das TheraFair-Siegel ist keine Zertifizierung und kein Gütesiegel im rechtlichen Sinne. Es basiert auf Selbstauskünften der Arbeitgeber. TheraFair übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Rechte und Pflichten aus einem Arbeitsverhältnis entstehen ausschließlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer:in.

